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Kurzurlaub in Danzig: Maritimes Flair und historische Schätze in Polens Hansestadt

Danzig, auch bekannt als Gdańsk, zählt zu den spannendsten Reisezielen im Ostseeraum. Dank ihrer langen Hansegeschichte, einer eindrucksvollen Altstadt und der Nähe zum Meer eignet sich die Stadt hervorragend für einen Kurzurlaub. Ob Architektur-Liebhaber, Geschichtsinteressierte oder Genießer – in Danzig findet jeder Besucher das passende Programm. Im Folgenden erfahren Sie, warum sich ein Wochenende in dieser ehemaligen Hansestadt lohnt und welche Highlights nicht verpasst werden sollten.

Hanseatischer Charme und moderne Impulse

Danzig besticht durch eine Altstadt, die nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg sorgfältig rekonstruiert wurde. Schon beim ersten Spaziergang fällt die Mischung aus gotischen, barocken und Renaissance-Elementen ins Auge, die sich in den prächtigen Fassaden der Bürgerhäuser widerspiegelt. Der Lange Markt (Długi Targ) mit seinem Wahrzeichen, dem Neptunbrunnen, bildet das Herzstück der Altstadt. Hier reihen sich Cafés, Restaurants und geschichtsträchtige Gebäude aneinander und laden zum Bummeln ein.

Gleichzeitig spürt man in Danzig auch den modernen Aufbruch: Start-ups, kreative Szene und Universitäten bringen frischen Wind in die alte Hafenstadt. Neue Architekturprojekte, Museen und kulturelle Events machen Danzig zu einer lebendigen Stadt, in der Tradition und Gegenwart verschmelzen.

Sehenswürdigkeiten zwischen Altstadt und Hafen

Ein Muss für jeden Kurzurlauber ist das Krantor (Brama Żuraw), ein mittelalterlicher Hafenkraan, der als Wahrzeichen der Stadt gilt. Hier eröffnet sich der Blick auf die Mottlau (Motława), an deren Ufer man entlangspazieren und die alten Speicherhäuser sowie moderne Bauten entdecken kann. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Europäische Zentrum der Solidarność, das an die Wurzeln der Solidarność-Bewegung in den 1980er Jahren erinnert und einen multimedialen Einblick in Polens jüngere Geschichte bietet.

Für Kulturinteressierte lohnt sich zudem ein Besuch der Marienkirche (Bazylika Mariacka), eine der größten Backsteinkirchen der Welt. Von ihrem Turm eröffnet sich ein beeindruckender Blick über die Dächer Danzigs. Wer Kunst und Geschichte vereint erleben möchte, kann ins Nationale Marinemuseum oder ins Museum des Zweiten Weltkriegs eintauchen. Letzteres zählt zu den modernsten Museen Europas und beleuchtet den Krieg aus globaler Perspektive.

Übernachten in Danzig

Danzig hat in puncto Unterkunft eine breite Palette zu bieten, von stilvollen Boutique-Hotels bis zu gemütlichen Pensionen. Wer in direkter Nähe zu den Hauptsehenswürdigkeiten wohnen möchte, wählt ein Hotel Danzig in oder nahe der Altstadt. Besonders reizvoll sind historische Gebäude, die zu charmanten Hotels umfunktioniert wurden. Viele davon, wie das Designhotel Danzig, bieten Blick auf die Mottlau und die malerischen Uferpromenaden.

Für Reisende mit kleinerem Budget oder jene, die den modernen Charakter Danzigs erkunden wollen, empfiehlt sich ein Stadtteil wie Wrzeszcz oder Oliwa, wo es zeitgemäße Hotels und Apartments gibt. Auch das Umfeld um die Danziger Bucht bietet zahlreiche Optionen, vom Ferienresort bis zu kleinen Gästehäusern unweit der Strände. Dank guter Verkehrsanbindung erreicht man von den meisten Unterkünften die Altstadt und den Hafen bequem mit Bus oder Bahn.

Maritimes Flair und kulinarische Genüsse

Die Ostsee ist allgegenwärtig, und so ist es nur naheliegend, dass Fisch und Meeresfrüchte eine bedeutende Rolle in der lokalen Küche spielen. In den Restaurants rund um den Langen Markt, an der Mottlau oder in den Seitengassen der Altstadt kann man frischen Fisch, Pierogi (gefüllte Teigtaschen) oder regionale Spezialitäten probieren. Typisch für Danzig sind zudem Süßwaren und Backwaren auf Bernstein-Basis – schließlich ist Danzig seit jeher berühmt für seinen Bernsteinhandel.

Wer das maritime Ambiente noch intensiver erleben möchte, unternimmt einen Bootsausflug auf die Danziger Bucht. Hier lassen sich kleine Hafenorte, Strände und sogar die benachbarten Städte Sopot und Gdynia erkunden, die gemeinsam mit Danzig den sogenannten „Dreistädteverbund“ (Trójmiasto) bilden.

Bernstein, Shopping und Ausklang in der Altstadt

Kein Aufenthalt in Danzig wäre vollständig ohne den Bezug zu Bernstein, dem „Gold der Ostsee“. Zahlreiche Geschäfte und Werkstätten bieten Schmuck und Kunstgegenstände aus dem fossilen Harz an. Wer sich für die Herkunft und Verarbeitung interessiert, sollte dem Bernsteinmuseum im Grünen Tor (Zielona Brama) einen Besuch abstatten.

Zum Abschluss eines erlebnisreichen Tages lohnt es sich, noch einmal durch die schmalen Gassen der Altstadt zu schlendern. Viele Bars und Cafés laden zum Verweilen ein, während sich die erleuchteten Fassaden im Wasser der Mottlau spiegeln. Gerade in den Abendstunden entfaltet Danzig einen ganz besonderen Zauber, bei dem historischer Glanz und lebendige Gegenwart eins werden.

Viel Abwechslung über ein langes Wochenende

Für einen Kurzurlaub ist Danzig genau die richtige Mischung aus hanseatischer Geschichte, maritimem Charme und modernem Großstadtflair. Während die Altstadt mit ihren architektonischen Schätzen zum Flanieren einlädt, bieten Museen, Hafenrundfahrten und kulinarische Genüsse abwechslungsreiche Erlebnisse. Ob man nun in einem historischen Hotel in der Altstadt residiert oder eine moderne Bleibe in den angrenzenden Stadtteilen bevorzugt – ein Wochenende in Danzig ist sowohl für Kulturliebhaber als auch für Genießer ein unvergessliches Erlebnis.

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